Zum Inhalt springen
12 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Waldverkauf: Gewinn versteuern? Digital Plus

Vor 20 Jahren habe ich Wald, 2,3 ha, für 20.400 € gekauft. Jetzt kann ich das Grundstück für 31.000 € verkaufen. Wie wird der Gewinn besteuert? Aus privaten Veräußerungsgeschäften habe ich beim Finanzamt einen Verlustvortrag gebildet. Kann ich ihn mit dem Veräußerungsgewinn verrechnen?

Für die Finanzverwaltung sind Forstbetriebe sowohl Nachhaltsbetriebe als auch aussetzende Betriebe. Es stellt sich immer wieder die Frage nach einer Mindestgröße oder ob eine Waldfläche Privatvermögen ist. Die Finanzverwaltung behandelt kleine Wälder, die weniger als 1 ha umfassen, als Forstbetriebe. Eine Waldfläche von 70 a

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
Für die Finanzverwaltung sind Forstbetriebe sowohl Nachhaltsbetriebe als auch aussetzende Betriebe. Es stellt sich immer wieder die Frage nach einer Mindestgröße oder ob eine Waldfläche Privatvermögen ist. Die Finanzverwaltung behandelt kleine Wälder, die weniger als 1 ha umfassen, als Forstbetriebe. Eine Waldfläche von 70 ar (0,7 ha) hatte der Bundesfinanzhof als Grenzfall behandelt. Bei kleineren Waldarealen kann Privatvermögen nur dann angenommen werden, wenn sie nachweislich etwa privaten Erholungszwecken des Waldeigentümers dienen. Die Finanzverwaltung wird in Ihrem Falle von einem einkommensteuerlich relevanten Forstbetrieb ausgehen. Bei der Veräußerung der Waldparzelle für 30.400 € wird der Gewinn durch den Abzug der Anschaffungskosten (unter Umständen der Veräußerungskosten) ermittelt. Dabei ist der Gewinn gesondert für den Grund und Boden einerseits und für das aufstehende Holz andererseits aufzuteilen. Weil betriebliche Einkünfte vorliegen, ist eine Verrechnung mit privaten Veräußerungsverlusten aus Grundstücksverkäufen oder aus Aktienhandel nicht möglich.