Zum Inhalt springen
2 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Mehr Grundsteuern nach Reform? Digital Plus

Unser Hof liegt am Stadtrand und befindet sich zum Teil in der Bodenrichtwertzone einer Siedlung, die mit 145 €/m2 bewertet wird. Nachbarbetriebe sind niedriger bewertet. Müssen wir Nachteile bei der neuen Grundsteuer befürchten? Heute zahlen wir 2135 € Grundsteuer A (Messbetrag 502,50 € mal Hebesatz 425 %).

Landwirte müssen für ihre Betriebsleiter- und Altenteilerhäuser in Zukunft Grundsteuer B zahlen. Das neue Gesetz zur Grundsteuer tritt aber erst 2025 in Kraft.

Zum 1. Januar 2025 werden die Einheitswerte aus 1964 durch neue Grundsteuerwerte ersetzt. Auch künftig zahlen Landwirte für ihre Flächen und die Hofstelle, Letztere wird neuerdings separat bewertet, die Grundsteuer A. Für die Land- und Forstwirtschaft bleibt es beim Ertragswertverfahren. Die landwirtschaftlichen Flächen werden mit einem pauschalen Wert zuzüglich einem Zuschlag pro Ertragsmesszahl (EMZ) bewertet. Zusätzlich kann es zu einem Zuschlag von 75 € je Vieheinheit (VE) kommen, wenn...

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
Zum 1. Januar 2025 werden die Einheitswerte aus 1964 durch neue Grundsteuerwerte ersetzt. Auch künftig zahlen Landwirte für ihre Flächen und die Hofstelle, Letztere wird neuerdings separat bewertet, die Grundsteuer A. Für die Land- und Forstwirtschaft bleibt es beim Ertragswertverfahren. Die landwirtschaftlichen Flächen werden mit einem pauschalen Wert zuzüglich einem Zuschlag pro Ertragsmesszahl (EMZ) bewertet. Zusätzlich kann es zu einem Zuschlag von 75 € je Vieheinheit (VE) kommen, wenn im Betrieb mehr als 2 VE/ha selbst bewirtschafteter Fläche (Eigen­tums- und Pachtflächen) gehalten werden. Unsere Berechnungen zeigen, dass der neue Grundsteuerwert wesentlich höher ist als der bisherige Einheitswert. Insgesamt steigt der Wert um das Acht- bis Zehnfache. Darauf hat der Gesetzgeber reagiert und die Steuermesszahl von bislang 6 Promille auf 0,55 Promille reduziert. Neu ist auch dies: Das Betriebsleiter- und Altenteilhaus fallen in Zukunft nicht mehr unter die Grundsteuer A. Wohnhäuser auf landwirtschaftlichen Betrieben mit der dazugehörigen Fläche, dem Gartenland und Garagen, zählen künftig zur Grundsteuer B, sie werden wie Ein- und Zweifamilienhäuser bewertet. Weil die Hofstelle mit einem gesetzlich vorgegebenen Wert von 2016 €/ha bewertet wird und mit 18,6 kapitalisiert wird, ist das kein entscheidender Unterschied zur bisherigen Einheitsbewertung. Steuerliche Nachteile erwachsen Ihnen aus dem unter Umständen anzusetzenden Viehzuschlag von 75 € je VE und aus der (höheren) Bewertung für das Wohnhaus. Im letzteren Falle ist für den Bodenwert ein abgezinster Bodenrichtwert maßgeblich. (Folge 49-2019)