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Flächentausch: Steuern und Gebühren? Digital Plus

Welche Steuern und Gebühren fallen bei einem Flächentausch an, wenn die Grundstücke verschieden groß sind? Es geht um ein Grundstück von 19  580 m2, Ertragsmesszahl 8152, das gegen ein Grundstück von 24  082 m2, Ertragsmesszahl 10  188, ohne Zahlung eines Ausgleichs, getauscht werden soll.

Der Flächentausch löst bei landwirtschaftlichen Betrieben unter Umständen sowohl die Einkommensteuer- als auch die Grunderwerbsteuer aus. Der Tausch von Nutzflächen ist aus steuerlicher Sicht eine Veräußerung, die regelmäßig zur Gewinnrealisierung führt. Deshalb kommt bei einem Grundstückstausch die Bildung einer steuerfreien Rücklage in Betracht, die den Vorgang neu­tralisieren kann. Der Veräußerungspreis ist der Wert der erlangten Fläche (steuerlich geme

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Der Flächentausch löst bei landwirtschaftlichen Betrieben unter Umständen sowohl die Einkommensteuer- als auch die Grunderwerbsteuer aus. Der Tausch von Nutzflächen ist aus steuerlicher Sicht eine Veräußerung, die regelmäßig zur Gewinnrealisierung führt. Deshalb kommt bei einem Grundstückstausch die Bildung einer steuerfreien Rücklage in Betracht, die den Vorgang neu­tralisieren kann. Der Veräußerungspreis ist der Wert der erlangten Fläche (steuerlich gemeiner Wert). Der Gewinn ist dann der Unterschied zwischen dem Wert der erlangten Fläche minus Buchwert der hingegebenen Fläche. Die erlangte Fläche ist mit dem Wert der weggegebenen Fläche plus Anschaffungsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Kosten des Notars, Gebühren des Amtsgerichts) in der Bilanz zu aktivieren. Weiter müssen Sie an die Grunderwerbsteuer denken. Der Steuersatz beträgt in NRW 6,5 %. Beim Grundstückstausch wird zweimal Grund­erwerbsteuer ausgelöst. Dabei ist der Wert eines jeden Grundstücks als Gegenleistung für das andere anzusehen. Tauschen Sie beispielsweise eine landwirtschaftliche Fläche mit einem Wert von 35.000 € gegen ein Grundstück, das einen Wert von 36.000 € hat, dann ist die Gegenleistung des Tauschpartners für das hingegebene Grundstück 36.000 € wert. Spiegelbildlich zahlen Sie 2275 € (6,5 % von 35.000 €) an Grunderwerbsteuer. Daneben fallen weitere Kosten für den Notar, der das Grundstücksgeschäft beurkundet, und für die Eintragung ins Grundbuch beim Amtsgericht an. Die Gebühren werden nach dem Geschäftswert berechnet. (Folge 9-2019)