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Züchter und Reiter in Sorge vor dem Wolf

Die Verbände und Vereinigungen des Pferdesports und der Pferdezucht in Nordrhein-Westfalen haben in einem Positionspapier Stellung zur Rückkehr des Wolfes bezogen.

Beim Thema Wolf wünschen sich Pferdezüchter und -sportler in NRW mehr Sachlichkeit in der öffentlichen Debatte und eine angemessene Interessenabwägung. 

Zehn nordrhein-westfälische Pferdezucht- und Pferdesportverbände haben sich aktuell wegen der Ausbreitung des Wolfs besorgt an Politik und Öffentlichkeit gewandt. „Wir sind in Sorge um die uns anvertrauten Pferde und Ponys, deren Wohl und Schutz unsere Aufgabe ist“, heißt es in der Stellungnahme, die das Westfälische Pferdestammbuch und der Pferdesportverband Westfalen im Namen der beteiligten Verbände zu Beginn dieser Woche veröffentlichten. Das Papier richtet sich vor allem an Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker in NRW.

„Züchter und Pferdesportler vermissen an vielen Stellen der öffentlichen Debatte die sachliche Betrachtung und die angemessene Interessenabwägung und sind besorgt über die Einseitigkeit in der gesellschaftlichen Wahrnehmung“, heißt es in der Stellungnahme weiter. An die Politik geht die Forderung, „den polarisierenden und oftmals zynisch anmutenden Diskussionen energisch entgegenzutreten, sie zu versachlichen und sich kraftvoll für die berechtigten Interessen der Pferde und Pferdehalter einzusetzen.“

Schutzmaßnahmen ungeeignet

Angesichts der drohenden Herausforderungen mit der Rückkehr des großen europäischen Raubtiers auch in NRW müsse die Unversehrtheit der vierbeinigen Sport- und Freizeitpartner und des Pferdezuchtbestandes ernst genommen werden. So seien die vorgesehenen Wolfsschutzzäune für die artgerechte Weidehaltung von Pferden kaum geeignet. Und bei den Entschädigungsleistungen gebe es für Pferde im Gegensatz zu anderen Tierarten keine klaren Kriterien. Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.

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