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Vogelgrippe in Westerwiehe

In Westerwiehe mussten insgesamt 2.800 Legegänse gekeult werden – das Foto ist ein Symbolbild und nicht auf dem betroffenen Betrieb entstanden. Foto: B. Lütke Hockenbeck

22.12.2016 . Die hochansteckende Vogelgrippe H5N8 wurde in einem Geflügelbestand in Rietberg-Westerwiehe, Kreis Gütersloh, nachgewiesen. Im Umkreis von 10 km gelten umfangreiche Schutzmaßnahmen.

 

Das Friedrich-Löffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Ostseeinsel Riems, hat das Ergebnis am heutigen Donnerstag bestätigt. Betroffen ist ein Legegänse-Betrieb mit insgesamt 2.800 Tieren. Der Kreis Gütersloh hat unverzüglich die Tötung des Bestandes veranlasst.

Maximal 2 Mio. Geflügel im Beobachtungsgebiet

Per Tierseuchenverfügung hat der Kreis außerdem einen Sperrbezirk von mindestens 3 km Durchmesser sowie ein Beobachtungsgebiet von mindestens 10 km Durchmesser rund um den betroffenen Hof eingerichtet. In diesen Bereichen gelten besondere Einschränkungen für Halter und Vermarkter von Geflügel, unter anderem ein Transportverbot für Federvieh.  Bereits seit dem 22. November gilt für Geflügel eine Stallpflicht.

Ein wichtiger Link
Die Auflagen innerhalb des Sperrgebiets und innerhalb des Beobachtungsgebiets sowie weitere Hinweise rund um die Geflügelpest finden sich hier: www.kreis-guetersloh.de.

Nach Angaben des Kreises liegen etwa 200 Betriebe mit einem gemeldeten maximalen Besatz von rund 800.000 Stück Geflügel im Sperrbezirk. Im weiter gezogenen Beobachtungsgebiet befinden sich etwa 600 Betriebe mit einem maximal gemeldetem Besatz von 2 Mio. Stück Geflügel. Es handelt sich um Höchstwerte. Die tatsächlichen Zahlen sind deutlich niedriger und werden in den kommenden Tagen ermittelt.

Chronologie der Ereignisse

Wie der Kreis mitteilt, hat der Inhaber des Westerwieher Gänselege-Betriebes am Montagabend, 19. Dezember, zehn tote Tiere unter seinen Legegänsen entdeckt und seinen Hoftierarzt benachrichtigt. Der Arzt verwies direkt an die Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Kreises Gütersloh.

Das Veterinäramt ließ die verendeten Tiere im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe Westfalen (CVUA-OWL) in Detmold untersuchen. Es meldete am Dienstagabend den Befund "H5 positiv". Das Friedrich-Löffler-Instituts diagnostizierte schließlich die hochansteckende Virus-Variante H5N8. Str.


 

 

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