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Tierfutter aus Algen oder Insekten?

Darf im Futter auch "was anderes" sein? Das erkundet derzeit die Uni Göttingen. Foto: B. Lütke Hockenbeck

15.02.2017 . Algen oder Insekten statt Soja im Schweine- oder Geflügelfutter? Was Landwirte über solche Pläne denken, erkunden derzeit Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen.

Würden Landwirte es akzeptieren, wenn das Futter für ihre Schweine oder ihr Geflügel anstelle von Soja alternative Proteinquellen wie Algen oder Insekten enthält? Welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz oder Ablehnung dieser Neuheit? Wie gehen Betriebe generell mit neuem Wissen, neuen Produkten oder Prozessen um?

Das sind einige Fragen, mit denen sich Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen derzeit in einer Online-Umfrage an praktische Landwirte wenden. „Der Einsatz alternativer Eiweißlieferanten könnte dazu beitragen, die Futtermittelimporte aus Übersee in der Nutztierproduktion zu reduzieren“, erläutert Prof. Dr. Ludwig Theuvsen vom Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, der das Forschungsprojekt leitet.

Umfrage auch in Frankreich und den Niederlanden

„Wenn sich eine Innovation durchsetzen soll, ist es enorm wichtig, dass sie von allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette akzeptiert wird“, erklärt Theresa von Bierbrauer, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin an dem Projekt arbeitet. „Deshalb beginnt unsere Befragung bei den Landwirten, die als Nutzer eine zentrale Rolle einnehmen.“ Die Teilnahme an der Umfrage ist bis zum 19. März möglich.

Zu einem späteren Zeitpunkt wollen die Forscher Futtermittel-Hersteller, Schlacht- und Fleischverarbeitungsunternehmen sowie den Lebensmitteleinzelhandel befragen. Außerdem soll die Umfrage über die Landesgrenzen ausgeweitet und auch in Frankreich und den Niederlanden durchgeführt werden.

Hier geht es zur Umfrage (bis 19. März 2017)

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