Pflanzenschutz: Nur mit Nachweis

Das Auslitern einer Pflanzenschutzspritze ist Teil des Lehrgangs "Sachkundenachweis Pflanzenschutz" bei der DEULA in Warendorf. Foto: Abel

09.01.2012 . Jeder, der Pflanzenschutzmittel ausbringt, muss seine "Sachkunde" darüber nachweisen. Ohne Nachweis gefährdet man nicht nur Mensch, Tier und Umwelt, sondern auch seinen Geldbeutel.

Denn die Sachkunde von Pflanzenschutzmittelanwendern ist Cross-Compliance-relevant und somit Bestandteil der Kontrollen. Landwirte erwerben den Sachkundenachweis Pflanzenschutz im Rahmen ihrer Ausbildung. Für alle, die keine landwirtschaftliche Lehre absolviert oder studiert haben, bieten sich verschiedene Alternativen.

Lehrgang kompakt in fünf Tagen

Die DEULA in Warendorf und Kempen bietet den Kurs kompakt und vor Ort an. Innerhalb von vier vollen Tagen werden alle theoretischen Kenntnisse und praktische Fertigkeiten vermittelt, die in der Pflanzenschutzsachkundeverordnung gefordert sind. Im Anschluss an den viertägigen Lehrgang nimmt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer die Prüfung ab.

Oder doch lieber Abends?

Für Personen, die nicht eine Woche von der Arbeit frei gestellt werden oder Urlaub nehmen können, bietet die Landwirtschaftskammer NRW eine Alternative an. In Westfalen-Lippe wird der Lehrgang an 5 Kreisstellen in Abendkursen durchgeführt.

Für Sachkundenachweis-Pflichtige, die lieber terminlich unabhängig und von zu Hause lernen möchten, gibt es die Möglichkeit, sich via Internet auf die Prüfung vorzubereiten. Die Landakademie (ein Dienstleistungsangebot des Deutschen Bauernverlags GmbH) bietet den Kurs zur Vorbereitung auf die theoretische Prüfung zum Preis von 239 € an. Martina Abel

Weitere Informationen zu den einzelnen Lehrgängen und Interviews mit verschiedenen Teilnehmern lesen Sie in Wochenblatt-Folge 2/2012, Seiten 24 und 25.

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