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Neues zum Stand der Vogelgrippe

In Mecklenburg-Vorpommern werden weiterhin infizierte bzw. tote Wildvögel gefunden. Foto: Spichala

28.11.2016 . Vogelgrippe jetzt auch in Schweden und in den Niederlanden: In der Provinz Flevoland wurden 190.000 Enten gekeult. Minister Backhaus rechnet mit einer Bekämpfung "bis weit in die Adventszeit hinein".

In den Niederlanden sind wegen eines Vogelgrippeausbruchs am Wochenende rund 190.000 Enten in der rund 70 km östlich von Amsterdam gelegenen Provinz Flevoland gekeult worden. Es war in diesem Jahr der erste Nachweis der aviären Influenza in einem größeren niederländischen Nutztierbestand. Bisher gab es aber noch keinen Nachweis, dass es sich um die hochpathogene Variante H5N8 handelt. Nach offiziellen Angaben wurden neben dem Bestand in Biddinghuizen auch die Tiere in vier weiteren Stallungen des betroffenen Unternehmens sowie in einem Nachbarbetrieb aus Seuchenschutzgründen getötet.

Nachweise in Schweden und Finnland

In der vergangenen Woche hatten bereits im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg mehr als 100.000 Stück Nutzgeflügel wegen des Nachweises der hochansteckenden Geflügelpest gekeult werden müssen. Erstmals war vor wenigen Tagen auch ein schwedischer Legehennenbestand nahe Helsingborg von einem H5N8-Ausbruch betroffen. In dessen Folge wurden rund 200.000 Tiere getötet. In Finnland gab es erste Nachweise des gefährlichen Virus bei Wildenten.

Japan sieht sich mittlerweile ebenfalls mit dem Geflügelpestproblem konfrontiert. Dort gab es gestern in zwei verschiedenen Regionen im Norden des Landes Ausbrüche in kommerziellen Beständen, weshalb 320 000 Hühner und 16 500 Enten gekeult wurden. Es war der erste Geflügelpestausbruch in einem Nutztierbestand Japans seit Januar 2015. Noch laufen Tests, ob es sich dabei um die Variante H5N8 oder die niedrigpathogene Form H5N6 handelt, bei der eine Übertragung auf Menschen in China nachgewiesen wurde.

Deutschlandweit ist das Geflügelpestvirus nach heutigen Angaben des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern bislang in 18 Hausgeflügelbestände gelangt. Der Schweriner Agrarressortchef Dr. Till Backhaus berichtete, dass in Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt tote Wildvögel aufgefunden würden.

Backhaus rechnet mit Maßnahmen bis "weit in die Adventszeit"

Das Virus sei immer noch massiv vorhanden, so Backhaus weiter. „Ich gehe davon aus, dass wir noch weit in die Adventszeit hinein gegen die Tierseuche kämpfen müssen“, erklärte der Minister. Er rief die Geflügelhalter auf, das landesweite Aufstallungsgebot und die Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen. AgE

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