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Lebensmittel: 99 % unter den Grenzwerten

Rund 18.000 Lebensmittel-Proben wurden 2015 sehr genau unter die Lupe genommen. Foto: Geerdes

14.03.2017 . Lebensmittel sind deutlich besser und sicherer als ihr Ruf. Das zeigt der jüngste Bericht zu Pflanzenschutzmittelrückständen. Sie liegen fast immer unter den geltenden Grenzwerten.

In Deutschland und in der Europäischen Union erzeugte Lebensmittel sind nur sehr selten mit zu hohen Rückständen an Pflanzenschutzmitteln belastet gewesen. Das zeigen die Untersuchungsergebnisse der Bundesländer für 2015, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln“ zusammengefasst hat.

Nach Angaben des Bundesamts wurden 2015 insgesamt 18.765 Lebensmittelproben auf das Vorhandensein von Pflanzenschutzmittelresten untersucht. Dabei seien nur in 1,1 % aller untersuchten Erzeugnisse aus Deutschland der jeweilige Grenzwert überschritten worden. Bei Lebensmitteln aus anderen EU-Mitgliedstaaten seien ebenfalls in 1,1 % der Proben Überschreitungen festgestellt worden, berichtet das BfR.

Deutlich höher fielen dem Bericht zufolge die Verstöße bei Erzeugnissen aus Drittländern aus. Hier seien immerhin in 5,5 % der Proben Grenzwertüberschreitungen moniert worden.

Bohnen und Tee am stärksten belastet

Laut dem Bundesamt sind bei häufig verzehrten Lebensmitteln wie Äpfeln, Karotten, Kartoffeln und beliebten saisonalen Erzeugnissen wie Erdbeeren oder Heidelbeeren seit Jahren kaum oder gar keine Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte festzustellen.

Andere Kulturen hingegen wie Bohnen oder Tee tauchen dauerhaft in der Liste der Kulturen mit den meisten Überschreitungen auf und sind auch 2015 mit einem Anteil von 7,6 % bei Bohnen und 4,8 % bei Tee relativ oft belastet gewesen. Dies gilt ebenfalls für frische Kräuter mit 6% Überschreitungen sowie Paprika mit einem Anteil von 3 %.

In Bio-Lebensmitteln konnten nach Angaben des Bundesamtes in 65 % der Proben überhaupt keine quantifizierbaren Rückstände nachgewiesen werden. Der Vergleichswert konventionell hergestellter Waren lag mit 36,6 % deutlich darunter.

Sämtliche hier genannten Ergebnisse beziehen sich auf das Jahr 2015, jüngere flächendeckende Ergebnisse liegen nicht vor. AgE

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