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Kastenstand-Debatte: WLV ruft zur Demo auf!

Unterschiedlich breite Kastenstände, je nach größe der Sau – das ist die Vorgabe des Urteils aus Hessen. Foto: Richard

10.01.2017 . Die aktuelle Diskussion um die Kastenstandhaltung verunsichert die Sauenhalter. Der WLV ruft die Ferkelerzeuger nun auf, ihrer Betroffenheit Ausdruck zu verleihen.

Dazu lädt er zu einer Demonstration zur Zukunft der Kastenstände im Deckzentrum ein. Anlass ist eine Pressekonferenz des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministers Johannes Remmel und seines niedersächsischen Amtskollegen Christian Meyer zur Zukunft der Schweinehaltung am Donnerstag, den 12. Januar in Münster.

Der Verband bittet die Ferkelerzeuger (und Mäster), um 13 Uhr vor die WLV-Hauptgeschäftsstelle nach Münster, Schorlemerstr. 15, zu kommen. Als Parkmöglichkeit bietet sich das Parkhaus „Engelenschanze“ in unmittelbarer Nähe zum WLV an (Adresse: Engelstr. 49, 48143 Münster).

Der WLV will die Demonstration dafür nutzen, die Minister darauf aufmerksam zu machen, dass die Zukunft der Ferkelerzeuger in Nordwestdeutschland auf dem Spiel steht. Der Vorsitzende des WLV-Veredelungsausschusses, Hubertus Beringmeier, und der Vorsitzende des Arbeitskreises Ferkelerzeugung, Carsten Spieker, werden eine entsprechende Resolution an die Minister Remmel und Meyer übergeben. Niedersächsische und rheinische Sauenhalter nehmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.

Hintergrund

Die Rechtsprechung des OVG Magdeburg und des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig entfaltet bundesweite Wirkung. Insbesondere der Hinweis darauf, dass Sauen in Seitenlage jederzeit ungehindert ihre Gliedmaße ausstrecken können müssen, heizt die Diskussion um die Zukunft der Kastenstandhaltung im Deckzentrum an.

Die grundsätzliche Sichtweise des DBV und der Landesbauernverbände lässt sich aktuell so zusammenfassen:

  • Ein abgestimmtes bundeseinheitliches Vorgehen ist wichtig!
  • Der Berufsstand steht der aktuellen Diskussion über die Einführung der Gruppenhaltung im Deckzentrum grundsätzlich offen gegenüber. Allerdings braucht es lange Übergangsfristen (20 Jahre).
  • Der Berufsstand fordert ein, an Konzepten zur Einführung der Gruppenhaltung im Deckzentrum mitzuarbeiten.
  • Von Bund und Ländern muss ein deutliches Signal ausgehen, dass der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes aktuell nicht von Ländern und Kreisveterinären per Erlass oder per Bescheid umgesetzt wird.
  • Umgehend sollte ein Dialogprozess zwischen Bund, Ländern und Berufsstand gestartet werden. msch
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