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Vom Acker aufs Spielfeld

Das Leben von Landwirts-Azubi Max Schulze Pals bewegt sich überwiegend zwischen Hof und Basketball-Spielfeld. Foto: Geerdes

30.05.2014 . Wenn Ausbildung und Hobby sehr zeitaufwendig sind, ist oft ein großer Spagat gefragt – wie bei Basketballer Max Schulze Pals aus Lüdinghausen.

Viermal die Woche Training, meistens samstags ein Spiel – das ist die eine Seite. Einmal pro Woche Berufsschule, an den anderen vier Tagen, teilweise auch am Wochenende, Hof- und Stallarbeit – das ist die andere Seite. Denn Max Schulze Pals spielt als Basketballer bei den Hertener Löwen in der 2. Bundesliga – und ist Landwirts-Azubi im dritten Ausbildungsjahr. Der Landwirtssohn aus Lüdinghausen, Kreis Coesfeld, hat seine Entscheidung für die Ausbildung nie bereut – und auch seinen Sport liebt er.

Schon gewusst …?
Streng genommen spielt Max mit den Hertener Löwen zwar in der 2. Basketball-Bundesliga, aber insgesamt in der 3. Liga, der ProB-Liga. Denn die 2. Bundesliga wurde vor einigen Jahren in eine höhere ProA- und eine ProB-Liga geteilt, weil es zu viele Mannschaften waren.

Mit 14 Jahren startete Max sein Hobby Basketball, angefangen beim Heimatverein in Lüdinghausen. „Da habe ich gemerkt, dass ich das ganz gut kann“, war sein Eindruck. Er wechselte in den Jugendbereich zum TV Werne 03. Danach kamen Angebote von anderen Vereinen in der Umgebung. Das hört sich einfach an, ist es aber im Basketball nicht unbedingt, insbesondere im ländlichen Raum. „Im Vergleich zum Fußball ist es schwieriger, Fuß zu fassen. Es gibt deutlich weniger Vereine. Und als Spieler in der 2. oder 3. Liga kann man nur selten davon leben“, erklärt er.

Spieltermine absprechen

Nach Verträgen unter anderem in Hagen, kam der heute 24-Jährige vor ein paar Jahren zurück in seine Heimat, zog wieder auf den elterlichen Betrieb mit Schweinemast, Ackerbau und Erdbeeren und wechselte zwischen mehreren Vereinen in der Umgebung, bis er vor zwei Jahren nach Herten kam. Beruflich entschied er sich erst nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann mit geregelteren Arbeitszeiten für die landwirtschaftliche Ausbildung. „Ich habe beim Vorstellungsgespräch auf den Betrieben direkt von meinem Hobby erzählt. Meine Ausbilder waren also vorgewarnt. Und das war o. k. für sie“, berichtet er. Dass er manchmal früher Feierabend hat und seine Ausbilder auch bei den Wochenenddiensten Rücksicht auf seinen Spielplan nehmen bzw. nahmen, weiß Max sehr zu schätzen. „Die sind schon echt kulant. Wenn man das zeitig und klar miteinander abspricht, klappt das auch“, betont er.

Stressig in Stoßzeiten

Insbesondere im Frühjahr und Herbst wird es dennoch manchmal stressig für Max. Denn die Vorbereitung auf die Saison startet im August, die Spiele laufen bis etwa Mitte April – und parallel darin liegen Ernte und Frühjahrsbestellung. Im Extremfall muss dann auch das Training gegenüber der Arbeit einmal zurückstecken – aber nur, wenn es gar nicht anders geht. Denn Max’ Ehrgeiz, beide Lebensmittelpunkte unter einen Hut zu bringen, ist groß: „Da kam es auch schon Mal vor, dass ich tagsüber auf dem Maisfeld geackert habe, zum Training gefahren bin und danach wieder auf dem Schlepper saß.“  Gee

Den ausführlichen Beitrag lest ihr in Wochenblatt-Folge 22/2014 in eurer Rubirk STARTklar.

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