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Kreislandfrauentag Siegen-Wittgenstein

Menschen (er)tragen

Beim Kreislandfrauentag Siegen-Wittgenstein gab Schwester Teresa Alltagshilfe für das tägliche Miteinander und den Umgang mit schwierigen Zeitgenossen.

Ellen Hillmann (li.) und Renate Schmidt, Vorstand, luden keine gewöhnliche Rednerin ein. Ordensschwester Teresa betont: „Keiner ist normal.“

170 Landfrauen und Ehrengäste waren beim Kreislandfrauentag im Bürgerhaus Hilchenbach-Müsen (Siegen-Wittgenstein).
Jeder Mensch sehnt sich nach Lob und Anerkennung. Doch im Alltag hagelt es oft Kränkungen und Verletzungen. Wie man damit umgeht und fertig wird, weiß Teresa Zukic. Auf der Jahreshauptversammlung der Landfrauen im Kreis Siegen-Wittgenstein am vergangenen Samstag berichtete die Ordensschwester von der „Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu“ im Erzbistum Bamberg von der spirituellen Kraft, Menschen zu ertragen. Gestärkt durch das üppige Frühstücksbuffett hörten ihr 170 Landfrauen und Ehrengäste im österlich geschmückten Bürgerhaus Hilchenbach-Müsen zu.

Tolle Idee - die Osterdeko im Rotweinglas besteht aus Steckzwiebeln, Federn, Wachteleiern und Heidelbeerzweigen.

„Niemand ist vollkommen. Jeder hat Ticks, Macken und Allüren“, begann Schwester Teresa. Wer sich auf Menschen einlasse, könne verletzt werden. Der Grund: Verletzte Menschen verletzen andere. Doch es gehören immer zwei dazu. Einer, der kränkt, und einer, der verletzt ist. Die besten Mittel, sich vor Kränkungen zu schützen sind ein gesundes Selbstbewusstsein und der Glaube an Gott. „Wir sind alle Originale Gottes. Auf Äußerlichkeiten kommt es nicht an.“ Aber noch wichtiger ist, eine Kränkung schnell wieder zu vergessen. „Der andere ist schon wieder fröhlich und Sie sind weiter gekränkt. Das macht krank. Nehmen Sie es mit Humor. Ob Sie lachen oder weinen, das Problem ist das gleiche“, sagte Schwester Teresa.

Brigitte Schulze-Henne (li.), Hubert Statmann, Elisabeth Wandtke udn Lothar Menn bei der Ehrung "50 Jahre Hauswirtschsmeisterin".
Anschließend kündigten Renate Schmidt und Ellen Hillmann, beide stellvertretende Vorsitzende, einen besonderen Programmpunkt an: Vor 50 Jahren legten Elisabeth Wandtke aus Hilchenbach-Grund und Brigitte Schulze-Henne, heute Bad Sassendorf-Lohn, vor der Landwirtschaftskammer ihre Meisterprüfungen ab. Kreislandwirt Lothar Menn und Hubert Stratmann, LWK überreichten ihnen die goldenen Meisterbriefe.

Aus der Landfrauenarbeit

"Was gibt es Neues aus dem Landesverband?" Reinhild Tacken (r.) berichtete die Neuigkeiten. Hier mit Ellen Hillmann
Reinhild Tacken, Präsidium des Westfälisch-Lippischen-Landfrauenverbandes, berichtete, was sich Landes- und Bundesebene bei den Landfrauen tut. So ist die Kampagen "Landfrauen geben Plastik einen Korb" angelaufen. "Jeder Bundesbürger erzeugt 37 kg Plastikmüll pro Jahr. Vieles landet in der Umwelt", benannte Reinhild Tacken das Problem und ergänzte: "Wissenschaftler befürchten, dass es 2050 mehr Plastik als Fische in den Meeren gibt." Die Landfrauen erarbeiten in ihrem neuen Leitthema "Wissen pflanzen - Werte entfalten" Wege, um dem Plastik den Kampf anzusagen. Von selbstgemachten Waschmitteln über Stoffbeutel bins hin zum Verzicht auf Einmalgeschirr bei Veranstaltungen sind viele gute Tipps für jedermann dabei.
Die neueste Info von der Bundesebene ist die Eröffnung der Aktionstage in der Friedensstadt Osnabrück. Von April bis Oktober stellen in diesem Jahr Landfrauen ihre Veranstaltungen unter das Motto „LandFrauen zeigen Flagge“. Von Veranstaltungen für starke Frauen mit Gleichstellungsbeauftragten über Tipps für einen gesunden Lebensstil, dem Verbraucherschutz, der Greencare bis hin zur Führung über die Felder, die das Verständnis und die Wertschätzung für die Nahrungsmittel erhöht, ist eine breite Auswahl an Themen dabei. Bis in den Herbst hinein ist die Anmeldung zu den Aktionstagen noch möglich und es werden noch weitaus mehr bundesweite Veranstaltungen erwartet.