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Landleben schützt vor Darmkrankheiten

Mit Tieren aufwachsen: Bauernkinder erkranken seltener an entzündlichen Darmerkrankungen. Foto: Quinckhardt

25.07.2014 . Ein Leben auf dem Land macht nicht nur glücklich, es beugt auch allergischen Erkrankungen vor. Wie eine Studie jetzt zeigt, schützt das Aufwachsen auf einem Bauernhof zudem vor Darmerkrankungen.

Asthma, Neurodermitis, Heuschnupfen – bei diesen allergischen Erkrankungen ist seit Jahren bekannt, dass das Leben auf dem Land eine vorbeugende Wirkung hat. Der schützende Effekt geht aber möglicherweise noch weiter.

Eine Studie in Skandinavien hat gezeigt, dass Menschen, die ihre frühe Kindheit auf einem Bauernhof mit Viehwirtschaft verbracht haben, nur halb so häufig an entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn leiden. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Zusammensetzung der Darmflora, die sich nach der Geburt entwickelt, dabei eine Rolle spielt, schreibt das Deutsche Ärzteblatt.

Der Kontakt mit den vielfältigen Mikroorganismen auf einem klassischen Bauernhof ist jedoch nur eine von mehreren möglichen Erklärungen. Denn das Leben in der Stadt ist auch mit anderen Risikofaktoren für entzündliche Darmerkrankungen verbunden. Dazu gehören neben Tabakrauch auch der häufigere Einsatz von Antibiotika und der Rückgang von Wurm­infektionen.

Tatsache ist aber auch, dass Kinder auf dem Land länger gestillt werden und mehr Obst, Gemüse und Rohmilch verzehren. Auch das kann das Risiko für Darm­erkrankungen verringern.

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