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Digital gestresst 4.0

Durch neue Medien sind die Anforderungen stark gestiegen, 
was zu mehr Belastung führt. Foto: Peter Franz/Pixelio

31.03.2016 . „Immer mehr Landwirte sind vom digitalen Stress betroffen“, berichtet Dr. Anja Mai vom Zentrum für Bildung, Medien und Beratung des Kreises Lippe in Detmold, „für viele verändert sich das traditionelle Berufsbild gravierend.“

Anstatt der Arbeit auf dem Betrieb nachzugehen, müssen Landwirte immer mehr Zeit am Computer verbringen.

Sei es, um Tabellen und Datenbanken zu pflegen, Online- Bestellungen aufzugeben, Steuerungen zu bedienen, den Hof stets aktuell im Internet zu präsentieren, Formulare und Anträge auf Prämien online auszufüllen oder E-Mails zu beantworten.

Für machen ist es zu viel

Hier muss sich der Landwirt laufend neues Wissen aneignen. Für manche ist das selbstverständlicher Teil der Arbeit, doch der eine oder andere ist auch überfordert. Zum Beispiel, wenn unter Zeitdruck Anträge online gestellt werden müssen oder der Landwirt Flächenänderungen zwar auf dem Papier, jedoch nicht digital in dem Programm einzeichnen kann.

Die Anforderungen steigen

Anstelle der Arbeitserleichterung tritt schnell das Gegenteil ein: Angst vor Fehlern, Unsicherheit im Umgang mit den neuen Programmen, Ärger, Aggressionen, Überlastung und Stress. Die Bildungsberaterin rät Landwirten, sich der Herausforderung der neuen Medien zu stellen, aber zugleich die eigenen Grenzen zu kennen. Sie gibt den Tipp, sich Unterstützung zu suchen, bevor Ärger und Stress zu groß werden. rk

Sabria David, Leiterin des Slow Media Instituts in Bonn, erklärt, wie es zum digitalen Burn-out kommt. Das Interview lesen Sie in Wochenblatt-Folge 13/2016, Seite 77

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