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Einer Sandmalerin auf die Finger geschaut

Sandmalen ist eine faszinierende Kunst. Elena Handel hat sie sich selbst beigebracht. Foto: B. Lütke Hockenbeck

21.12.2016 . Elena Handel aus Havixbeck im Kreis Coesfeld erzählt tolle Geschichten. Jedoch nicht mit ihrer Stimme, sondern mit ihren Händen und 1 kg Sand. Sie ist Sandmalerin.

Dahinter steckt eine recht junge Kunst. Den großen Durchbruch hatte das Sandmalen 2009, als die Künstler in Talentshows im Fernsehen auftraten.

 

Auch Elena Handel war beeindruckt: Das wollte sie auch können. 2012 begann die gelernte biologisch-technische Assistentin, die in der Krebsforschung arbeitet, mit dem Sandmalen. Doch es war sehr schwierig, denn Bücher über die Sandmalkunst gibt es genauso wenig wie eine Hochschule dafür. Auch was die Ausstattung und die Sandmischung betrifft, konnte die Sandmalerin zu keiner fertigen Anleitung greifen. Sie musste lange experimentieren, um die perfekte Mischung aus mehreren Sandarten zu erhalten.

Moderne Technik für große Bilder

Im Gegensatz zur Zeichenkunst ist die technische Ausrüstung, die Elena Handel einsetzt, wenn sie vor vielen Zuschauern malt, einfach. Unter der Glasscheibe im Sandkasten leuchtet eine Lampe. Eine kleine Kamera filmt die Malerei und überträgt die Szenen über einen Beamer auf eine Leinwand.

Aufwendiger wird es für die Künstlerin wieder bei der Komposition einer neuen Geschichte. Wenn sie einen Auftrag zum Beispiel für eine Hochzeit hat oder ein Unternehmensporträt malen soll, dann arbeitet sie 35 bis 40 Stunden an einem Film, der etwa 15 Minuten dauert.

Die berufstätige Mutter sitzt jede freie Minute an ihrem Kasten 
und komponiert neue Sandfilme. „Mich macht das glücklich“, sagt sie.  „Ich kann so viel damit zum Ausdruck bringen – Erfreuliches und Trauriges.“ rk

Dieser Beitrag stammt aus unserer Weihnachtsausgabe (Folge 51). Lesen Sie diesen und weitere Beiträge zu dem Thema "Hell und Dunkel" in Folge 51.

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