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Ausflugsziele rund um Westfalen

Ein Blick in die Programme: Was passiert in den Freilichtmuseen?

Bei einem Tagesausflug mit der Familie mal was anderes sehen als Westfalen? Zwischen Eifel und Lüneburger Heide bieten sich einige Freilichtmuseen zum Besuch an.

Kinder toben in der Streu­obstwiese in Kommern: Alle Freilicht­museen bieten meist eigene Kinderprogramme an.

Cloppenburg: „Zum Nützlichen das Schöne“ – unter diesem Motto steht eine Ausstellung über Gärten auf landwirtschaftlichen Höfen im Nordwesten Deutschlands im Museumsdorf im niedersächsischen Cloppenburg. Es dokumentiert die frühere Landwirtschaft, das Landleben und das ländliche Handwerk der Region. Zu besichtigen sind rund 50 Bauwerke aus dem ländlichen Niedersachsen. Die großbäuerliche Hofanlage zählt ebenso dazu wie der Kotten, die Ölmühle ebenso wie die Bauerschaftsschule, der Schafstall ebenso wie der ländliche Adelshof. Die eingangs genannte Sonderausstellung fragt nach der ländlichen Gartenkultur der Region: Welche Pflanzen waren beliebt? Wer hat die Nutzgärten geplant? Wie alt sind sie wirklich – und wann wurden sie angelegt?

Eine weitere Schau blickt unter dem Titel „Herausgeputzt!“ auf ländliche Festtagskleidung der vergangenen 200 Jahre im Oldenburger Münsterland. Weiterhin zu sehen ist die Schau über das Einfamilienhaus, die im vergangenen Jahr eröffnet worden ist, sowie die Dauerausstellung zu Landwirtschaft und Technik in der großen Ausstellungshalle am Museums­eingang.

Einige Termine aus dem aktuellen Jahresprogramm:

  • „Gartenpartie“ vom 30. Mai bis 2. Juni,
  • „Historische Dorfkirmes“ mit Raupe, Schiffsschaukel und Pferdekarussell am 13. und 14. sowie am 20. und 21. Juli,
  • Töpfermarkt mit weiterem historischem Handwerk am 24. und 25. August sowie
  • Erntefest am 6. Oktober.

Ort: Bether Straße, 49661 Cloppenburg, Tel. (0 44 71) 9 48 40, www.museumsdorf.de.
Geöffnet: täglich (auch montags!) von 9 bis 18 Uhr
Eintritt: Erwachsene 7,50 €, ermäßigt 4 €, Kinder und Jugendliche 3 €, Familien 16 €

Hösseringen: Wie wurden in der kargen Lüneburger Heide Landwirtschaft und ländliches Handwerk betrieben? Wie sah dort der Alltag aus? Antworten liefert das „Museumsdorf Hösseringen“. Es liegt zwischen Celle und Uelzen. Auf dem rund 10 ha großen Museumsgelände ist ein Haufendorf mit etwa 30 Gebäuden rekonstruiert, die den ländlichen Alltag in der Heide in der Zeit zwischen 1600 und 1950 zeigen.

Seminare zum Lehmbau, zu historischen Holzverbindungen, zum Bienenkorbflechten oder auch zum Weben am Webstuhl zählen zu den regelmäßigen Angeboten. Außerdem gibt es Themenführungen über die Köhlerei, die Kindheit auf dem Lande oder auch über Agrarkrisen und -konjunkturen.

Einige Termine aus dem aktuellen Jahresprogramm:

  • das „Klangrauschtreffen“ mit viel Musik am 15. und 16. Juni,
  • das Schlepperveteranentreffen am 30. Juni,
  • die Köhlerwoche vom 7. bis 15. September sowie
  • das Erntedank- und Kartoffelfest am 6. Oktober.

Ort: Landtagsplatz 2, 29556 Suderburg, Tel. (0 58 26) 17 74, www.museumsdorf-hoesseringen.de.
Geöffnet: bis zum 31. Oktober täglich außer montags von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr.
Eintritt: Erwachsene 6 €, ermäßigt 3 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.

Lindlar: Das Bergische Freilichtmuseum, etwa auf halber Strecke zwischen Olpe und Köln, zeigt auf 25 ha Fläche rekonstruierte Kleinbauernstellen, Bauernhöfe und Handwerkshäuser des Bergischen Landes. Sehenswert sind unter anderem die Schmiede mit Stellmacherei aus Lindlar, das Bandweberhaus aus Wuppertal-Ronsdorf oder das oberbergische Forsthaus mit benachbartem Grauwackesteinbruch.

Einige Termine aus dem aktuellen Jahresprogramm:

  • Tierschau und „Bergischer Schäfertag“ mit alten Haustierrassen, Schafschur und Hütehundvorführungen am Sonntag, 12. Mai (Muttertag),
  • Gartenmarkt mit Pflanzen, Gartenzubehör und -dekoration am Samstag und Sonntag, 25. und 26. Mai,
  • „PS & Pedale“ – Treffen und Ausstellung historischer Zweiräder und Kleinwagen am 14. Juli,
  • Bauernmarkt am Samstag und Sonntag, 24. und 25. August, sowie
  • ein Tuchmarkt rund ums Spinnen, Färben, Weben, Klöppeln und andere Textilarbeiten am 14. und 15. September.

Ort: Kölner Straße (Schloss Heiligenhoven), 51789 Lindlar, Tel. (0 22 66) 9 01 00, www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de.
Geöffnet: bis 31. Oktober dienstags bis sonntags sowie feiertags von 10  bis 18 Uhr.
Eintritt: Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.

Kommern: Mehr als 50 Gebäude aus dem gesamten ländlichen Rheinland aus fünf Jahrhunderten sind im Rheinischen Freilichtmuseum in Mechernich-Kommern zu besichtigen. Bauernhöfe zählen dazu ebenso wie Windmühlen, Werkstätten, ein Schul- und ein Backhaus, ein Tanzsaal und eine Ka­pelle.

Seit einiger Zeit entsteht der „Marktplatz Rheinland“ mit Gebäuden der 1950er- und 1960er- Jahre. Am Sonntag, 21. Juli, wird dort die „Versöhnungskirche“ aus Overath eröffnet. Sie wurde 1951 als Diasporakapelle von und für Flüchtlinge gebaut, diente lange als Notkirche, und steht nun in der Nähe des Bungalows von 1959, der rekonstruierten Gast­stätte und des Fertighauses von 1965.

Einige Termine aus dem aktuellen Jahresprogramm:

  • Am 17. und 18. August lädt das Museum zur Zeitreise ins Jahr 1969 ein: mit Goggomobil und VW-Käfer, mit Schlagern und der Musik von Woodstock, mit Milchshakes, Batik und Kinderspielen.
  • Am 6. Oktober wird eine Ausstellung über den Architekten derDiasporakapellen, Otto Bartning, gezeigt, den das Museum als geistigen Wegbereiter des „Bauhauses“ vorstellt.

Ort: Eickser Straße, 53894 Mechernich-Kommern, Tel. (0 24 42) 9 98 00, www.kommern.lvr.de.
Geöffnet: an 365 Tagen im Jahr, täglich von 9 bis 19 Uhr (zwischen November und März von 10 bis 17 Uhr).
Eintritt: Erwachsene 7,50 €, ermäßigt 5,50 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. – In jedem Monat am zweiten Freitag ist der Eintritt frei für alle.

Grefrath: Eine Burg, drei Bauernhöfe, eine Schmiede, eine Gerberei und eine Schnapsbrennerei bilden zusammen das überschaubare, aber sehenswerte Niederrheinische Freilichtmuseum in Grefrath. Es zeigt noch bis zum 25. August eine Ausstellung über Dampfmaschinen. Am 15. September wird eine große Sonderausstellung mit dem Titel „Triumph der Maschinen: Technisierung in der Landwirtschaft“ eröffnet. Sie wird den Blick lenken auf den Strukturwandel seit dem 19. Jahrhundert, als neue Landmaschinen, Düngetechniken und Anbaumethoden das Landleben tief greifend veränderten.

Weitere Termine aus dem aktuellen Jahresprogramm:

  • Am 18. und 19. Mai öffnet ein Mittelaltermarkt.
  • Am 8. und 9. Juni findet auf dem Gelände eine Garten- und Dekomesse statt. Parallel werden die „34. Bügelmeisterschaften“ ausgetragen. Dabei werden keine Kleider gebügelt, sondern es muss eine etwa handballgroße Kugel mit einem Holzschläger durch einen Metallring, den „Bügel“, geschlagen werden.
  • Am 6. Juli gibt es ab 19 Uhr bis Mitternacht Musik, Theater und Lichtinszenierungen.

Am Freilichtmuseum 1 (Navi: Stadionstraße 145), 47929 Grefrath, Tel. (0  21  58) 9  17  30, www.niederrheinisches-freilichtmuseum.de.
Geöffnet: täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr.
Eintritt: Erwachsene 4,50 €, ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche 1,50 €, Familien 9 €.