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Jetzt die ersten Früchte in Alkohol einlegen.

Mit der Erdbeerzeit beginnt die Rumtopf-Zeit

Bei einem Rumtopf handelt es sich um einen "beschwipsten" Kompott aus verschiedenen Früchten, Zucker und Rum (54 Vol. %). Im Laufe des Sommers werden in der jeweiligen Erntezeit Früchte ergänzt. Hier gibt es eine Anleitung

Im Rumtopf können nach Geschmack Früchte mit Zucker in Rum eingelegt werden. Wichtig ist hygienisches Arbeiten.

Wenn die Erdbeeren reif sind, startet die Rumtopf-Zeit.

Typisch für einen Rumtopf ist das Gefäß aus Steingut, Keramit oder Glas mit etwa 5 l Füllmeng, in dem das Obst durchzieht. Wichtig: Für eine optimale Reifung braucht der Rumtopf Dunkelheit. Deshalb ist lichtundurchlässiges Material besser geeignet. Ein Glas, das im Dunklen steht, geht natürlich auch. Der Topf sollte nicht völlig luftdicht abschließen. Wenn der Deckel bei Töpfen aus Steingut oder Keramitk aufgesetzt wird, gelangt die nötige Sauerstoffzufuhr an das Eingelegte. Ein Glas sollte mit luftdurchlässiger Einmachhaut verschlossen sein.

Als erstes kommen 500 g klein geschnittene Erdbeeren mit 500 g Zucker in diesen Topf. Beides muss etwa zwei Stunden durchziehen bevor es mit soviel Rum angegossen wird, bis dieser gut fingerbreit über den Beeren steht.

Nun braucht das Gefäß etwa vier Wochen Ruhe an einem kühlen Platz. Dabei ist regelmäßig zu prüfen, ob die Früchte von Alkohol bedeckt sind.

Steigt Obst auf, können sie mit einem sehr sauberen Teller beschwert werden.

Es kommen immer weitere Früchte dazu

Wenn die nächste Obstsorte reif ist, kommen jeweils 500 bis 600 g vorbereitete Früchte sowie 200 bis 250 g Zucker und etwa 300 ml Rum in den Topf.

Zur Auswahl stehen beispielsweise:

  • Süßkirschen,
  • Johannisbeeren,
  • Aprikosen oder Pfirsiche,
  • Sauerkirschen,
  • Mirabellen oder Pflaumen,
  • Weintrauben
  • Birnen
  • nach Geschmack passen auch exotische Früchte wie Ananas, Honigmelone oder Apfelsinen.

Das Obst stets sorgfältig säubern, abtrocknen und in kleine Stücke schneiden. Bei Pfirsichen und Aprikosen die Haut abziehen. Dazu die Früchte mit heißem Wasser überbrühen.

Bei jeder Fruchtzugabe die Obst-Zucker-Alkohol-Mischung einmal vorsichtig mit einem sauberen Metall- oder Kunststofflöffel durchrühren. Sind die Früchte nicht von Flüssigkeit bedeckt, weiteren Rum eingießen.

Ab Oktober noch vier Wochen warten

Im Oktober ist der Rumtopf vollständig. Nun muss er weitere drei bis vier Wochen durchziehen. Dann benötigt er noch einmal gut 300 ml Rum. Nach vier weiteren Tagen Standzeit können die Früchte genossen werden.

So wird der Rumtopf serviert

Im Winter - traditionell zum ersten Advent - ist die alkoholische Obstmischung fertig durchgezogen. Sie schmeckt dann köstlich zu Eis, cremigen Desserts, Milchreis, zu Waffeln oder Käsekuchen.

Sekt wird mit etwas Rumtopf zu einem köstlichen Cocktail.

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