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Trimm-dich-Pfad

Trimm-dich-Pfade sind für jedes Alter und jeden Fitnessgrad geeignet. Übungen an den Gerätschaften sind leicht nachzumachen. Foto: Fotolia/Robert Kneschke

04.11.2016 . Um Ausdauer, Kondition, Koordination und Kraft zu trainieren, braucht es weder ein Fitnessstudio noch einen Sportverein. Trimm-dich-Pfade decken alles ab.

Sie wurden in den 1970er-Jahren mit der finanziellen Unterstützung der Kommunen, Krankenkassen und Gemeinden in die Natur gebaut. Dort sind sie frei zugänglich und nutzbar.

Der Rundlauf hat meist eine Länge von 2 bis 4 km. Unterbrochen wird er durch mehrere Stationen, an denen verschiedene Übungen absolviert werden können. Kleine Übungsanleitungen an den Halten erklären, was an der jeweiligen Station gemacht werden soll. Zwischen den Stationen kann gejoggt oder gewalkt werden.

Tempo selbst bestimmen

Auch Nordic Walker können problemlos den Parcours nutzen. Die Wege von Station zu Station sind gelenkschonend angelegt. Manchmal bietet ein Waldboden optimale Bedingungen, ein anderes Mal wird Rindenmulch oder Schotter als Grundlage verwendet.

Als Sportgerät dient nicht selten die Natur selbst. So kann ein Baumstamm zum Balancieren dienen oder für Liegestütze genutzt werden. Es werden aber auch extra Geräte eingesetzt, die robust und wetterbeständig sein müssen.

Der Trimm-dich-Pfad ist für jede Altersgruppe und für jeden Fitnessgrad geeignet. Jeder nutzt den Rundlauf so, wie es für ihn richtig ist. Fortgeschrittene erhöhen einfach das Tempo oder die Anzahl der Übungen und Sätze. Sporteinsteiger lassen es zu Anfang einfach etwas langsamer angehen. Klimmzüge, Situps zur Kräftigung der Bauchmuskulatur, Hindernis-Springen, an einer Sprossenleiter entlanghangeln, Hocksprünge an Baumstämmen und Treppe steigen sind klassische Stationen eines Trimm-dich-Pfades.

Der Parcours ist eine ideale Ergänzung zum Ausdauersport Joggen. Warum? Beim Laufen werden einige Muskelpartien besonders stark beansprucht, viele gleichzeitig aber auch vernachlässigt. Wer den Trimm-dich-Pfad in seine Joggingstrecke einbaut, hat alle Muskelgruppen idealerweise trainiert, gekräftigt und gelockert. Das ist auch der Grund, warum die Rundläufe oft an beliebten Joggingstrecken gelegen sind.

Aufwärmen und Dehnen

Übungen zum Aufwärmen und Dehnen sind meist mit in die Pfade eingebaut. Manchmal soll als Aufwärm-Programm ein Dauerlauf vorgeschaltet werden. Ebenso empfehlenswert ist es, die Muskulatur vor Antritt des Parcours zu dehnen. Dies schützt sie vor Verletzungen. Tafeln, auf denen der Rundlauf Station für Station
erklärt wird, zeigen, wie es geht.

Auch für Kinder ist ein Trimm-dich-Pfad ein großer Spaß. Ein Waldspaziergang mit der Familie wird im Nu zu einem Abenteuerspielplatz in der Natur. Die Kinder können beim Balancieren ihr Gleichgewicht üben, auf Baumstümpfen „Bäumchen-wechsel-dich“ spielen und ihre Koordination an unterschiedlichen Stationen trainieren. Die Bewegung an der frischen Luft tut gut und macht allen Beteiligten Freude. Das gemeinsame Aktivsein stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und weckt in den Kindern den Spaß an Bewegung.

Laufausrüstung reicht

Wer den Trimm-dich-Pfad nutzen möchte, benötigt eigentlich nicht viel mehr als eine Laufausrüstung. Ein guter Laufschuh ist das A und O. Funktionskleidung gibt es im Fachhandel. Wer während des Joggens gerne Musik hört, kann dies auch an den Trimm-dich-Pfad-Stationen tun. Aber vielleicht ist es auch sehr erholsam, der Natur zu lauschen und die Ruhe zu genießen.

Ein wenig vorsichtig sollte man sein, wenn die Sportgeräte aufgrund der Witterung nass und etwas rutschig sind. Für alle Fälle ist es auch hilfreich, einige Feuchttücher zum Säubern der Hände in der Jackentasche dabei zu haben. Roer

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