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Jetzt ist Zeit für die Winterkosmetik

Die Hautpflege soll der Jahreszeit angepasst sein. Wer sich bei Kälte viel draußen aufhält, benötigt eine fettreichere Hautpflege.  Foto: Fotolia/agenturfotografin

06.01.2017 . Ab Mitte 20 beginnt die Haut zu altern. Die Fähigkeit der Hautzellen, sich zu erneuern, und die Versorgung mit Nährstoffen lassen nach. Ab 50 ist die Haut spürbar trockener und weniger elastisch.

Es werden weniger Hauttalg und Feuchtigkeit gebildet, sodass die reife Haut empfindlicher und runzeliger ist. Wie schnell die Haut altert, hängt von der erblichen Veranlagung und vom Lebensstil ab. Wer nicht raucht, Alkohol in Maßen konsumiert, genug schläft und sich vielseitig ernährt, bremst die Hautalterung wirksam.

Auch Stress wirkt sich auf die Haut aus. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie einen Zusammenhang von Seele und Hautproblemen vermuten. Ausreichendes Trinken ist ebenfalls wichtig, denn Flüssigkeit und das in vielen Säften enthaltene Vitamin C tun der Haut gut. Darüber hinaus kann die richtige Pflege die Alterung abmildern und körpereigene Schutzmechanismen stärken.

Rückfettend reinigen

Hautpflege fängt mit der richtigen Reinigung an, denn jeder Wasserkontakt stresst die Haut, weil die Hautbarriere angegriffen wird. Wer morgens sein Gesicht gern mit kühlem Wasser erfrischt, sollte abends eine neutrale bis leicht saure Reinigungsemulsion verwenden, um Staub und Schmutz sanft zu entfernen.

Langes Duschen mit heißem Wasser und viel Schaum greift die Haut ebenso an. Komplettes Einschäumen ist nicht jedes Mal nötig, oft reicht ein rückfettendes Duschbad für Achseln, Intimzone und Füße. Eine hautfreundliche Alternative sind Duschcremes. Wer gern badet, greift am besten auf ein Badeöl zurück, das auf der Wasseroberfläche bleibt und die Haut bereits beim Einsteigen mit einem Ölfilm überzieht.

Beim Abtrocknen wird die Haut nur sanft abgetupft, damit das Öl auf der Haut bleibt. Vorsicht: Nach einem solchen Ölbad ist der Wannenboden glitschig!

Fett und Feuchtigkeit

Passen Sie Ihre Hautpflege den Jahreszeiten an. Bei kalten Temperaturen stellen die Talgdrüsen die Fettproduktion ein. Der Haut setzt jetzt im Winter nicht nur die Kälte draußen, sondern auch die trockene Luft drinnen zu. Wer sich viel in geschlossenen Räumen aufhält, benötigt eine gute Feuchtigkeitspflege. Je häufiger Sie draußen sind und je niedriger die Temperaturen fallen, desto fettreicher soll die Hautpflege sein. Manchmal ist es sinnvoll, die feuchtigkeitsspendende Tagescreme am Abend zu verwenden und morgens die fettreichere Nachtcreme. 

Am stärksten setzt die Kälte Händen und Füßen zu. Cremen Sie die Hände häufig ein und verwenden Sie am besten eine Handcreme mit feuchtigkeitsspendendem Harnstoff (Urea). Beschränken Sie den Kontakt mit Wasser auf das Nötigste. Am besten tragen Sie bei Arbeiten im Wasser Baumwollhandschuhe und darüber Gummihandschuhe. Ein recht passabler Ersatz dafür sind Hautschutzsalben, die Sie vor der Arbeit und tagsüber mehrmals zwischendurch auftragen.

Gegen rissige Füße gibt es spezielle Fußcremes mit Harnstoff, die nicht nur Feuchtigkeit spenden, sondern auch verhornte Stellen weicher machen.

Pflege trockener Haut

Mit einer Körperlotion pflegen Sie die Haut nach dem Duschen am ganzen Körper. Generell sollte der ganze Körper einschließlich der Füße einmal pro Woche eingecremt werden. Bei sehr trockener Haut kann das jedoch bis zu dreimal täglich nötig sein. Für Senioren geeignete Produkte enthalten eine Wasser-in-Öl-Emulsion, die ausreichend Fett spendet.

Aber auch Feuchthaltemittel wie Harnstoff, Glycerin,  Propylenglykol oder Milchsäure sollen enthalten sein. So wird nicht nur die Haut gut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt. Es lässt sich damit auch unangenehmen Folgeerscheinungen der trockenen Haut wie Juckreiz, Hautschäden durch Kratzen oder Hautrissen vorbeugen.

Von Eucerin zum Beispiel gibt es eine neue Pflegeserie mit Urea, deren fett- und feuchtigkeitsspendende Wirkung bis zu 48 Stunden anhalten soll. Wer unter Juckreiz leidet, erfährt Linderung beispielsweise durch die Produkte der Serie Eucerin Atopic Control. Sie pflegen und fetten nicht nur, sondern enthalten einen Inhaltsstoff, der direkt an den Juckreizrezeptoren in der Haut andockt und dort den Juckreiz lindert. Ähnlich wirken die Cremes von Physiogel, deren weitere Spezialität es ist, dass auf Emulgatoren verzichtet wird.

Denn diese können auch die Hautbarriere angreifen. Pflegeprodukte für trockene, empfindliche Haut werden von verschiedenen Firmen in Apotheken, Drogerien und Kaufhäusern angeboten. Auf der Suche nach den für Sie passenden Produkten fragen Sie nach Proben. Denn nur durch Ausprobieren kann jeder für die betreffenden Hautpartien und die jeweilige Jahreszeit das richtige Pflegeprodukt für sich herausfinden.

Wichtig ist, die Haut im Winter warm einzupacken. Tragen Sie Handschuhe und Schal, warme Socken und nicht zu enge Schuhe, wenn Sie aus dem Haus gehen. Kommt der Frühling, denken Sie daran, weniger fettreiche, dafür mehr feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte zu verwenden. Nicht nur die Winter- und Sommerjacken werden dann ausgetauscht, sondern auch die Winter- und Sommerkosmetik. Kokemoor

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