Zum Inhalt springen
17 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Umsatzsteuer vierteljährlich melden? Digital Plus

Für meine PV-Anlage muss ich vierteljährlich eine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einreichen. Doch das Programm wird oft geändert. Der Aufwand am PC ist erheblich. Kann ich die Meldung nicht einmal pro Jahr abgeben? Dann könnte das Finanzamt die Summe auf einmal einziehen.

Lag die Umsatzsteuer im vorangegangenen Kalenderjahr über 7.500 €, müssen Sie monatlich die Steuer beim Finanzamt anmelden.

Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) und die Einspeisung des Solarstroms in das Stromnetz ist eine unternehmerische Entscheidung. Wer mit seiner unternehmerischen Tätigkeit Erlöse von mehr als 17.500 € im Kalenderjahr erzielt, ist umsatzsteuerlich kein Kleinunternehmer mehr. Dabei werden die Umsätze aus Landwirtschaft und Gewerbe zusammengerechnet. Wird der Strom vollständig ins öffentliche Netz eingespeist, gehört die PV-Anlage zwingend zum

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) und die Einspeisung des Solarstroms in das Stromnetz ist eine unternehmerische Entscheidung. Wer mit seiner unternehmerischen Tätigkeit Erlöse von mehr als 17.500 € im Kalenderjahr erzielt, ist umsatzsteuerlich kein Kleinunternehmer mehr. Dabei werden die Umsätze aus Landwirtschaft und Gewerbe zusammengerechnet. Wird der Strom vollständig ins öffentliche Netz eingespeist, gehört die PV-Anlage zwingend zum Unternehmensvermögen. Aus den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlage haben Sie gegenüber dem Finanzamt die Vorsteuer geltend gemacht und erhalten. Die Kehrseite dieser Wohltat ist, dass Sie als Unternehmer verpflichtet sind, je nach Umsatzhöhe, vierteljährlich Umsatzsteuervoranmeldungen beim Finanzamt abzugeben. Beträgt die Umsatzsteuer für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 7.500  €, wäre der Kalendermonat Voranmeldungszeitraum. Das entspräche einem Nettoumsatz von rund 40.000  €. Beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 1.000  €, kann das Finanzamt Sie von der Verpflichtung zur Abgabe der Voranmeldungen befreien. Die Nichtabgabe oder die nicht rechtzeitige Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung ist strafbar. Die Abgabenordnung nennt diesen Straftatbestand Steuerhinterziehung. Die verspätete Abgabe kann durch einen Verspätungszuschlag sanktioniert werden. Das Finanzamt kann Sie da-rüber hinaus auch zur Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung zwingen oder den vierteljährlichen Umsatz schätzen. (Folge 19-2019)